Spieleabend im Dezember

Am Donnerstag, 17.12.2020 möchten wir um 20:00 Uhr einen offenen Spieleabend veranstalten. Alle sind herzlich willkommen, egal ob JEFer*in oder Gäste!

Was wird gespielt?

Wir spielen Skribbl, ein Zeichen- und Rate-Spiel, bei dem immer jeweils eine*r der Spielenden ein vorgegebenes Wort zeichnet, während alle anderen den Begriff erraten. Je schneller das Wort erraten wird, desto mehr Punkte gibt es. Nach jedem Wort ist eine andere Person mit zeichnen dran.

Bildquelle: alternativeto.net

Was brauchst du zur Teilnahme?

  • Internet & Computer (Tablet könnte auch funktionieren)
  • Einen Webbrowser (z.B. Firefox, Chrome, Edge, Opera, Vivaldi, …)
  • optional: eine Computermaus (erleichtert das Zeichnen)
  • optional: Kopfhörer oder Headset (für unsere Video/Audio Konferenz)
  • absolutes muss: leckere Snacks!

Wo und wie findet der Spieleabend statt?

Seid pünktlich um 20:00 in unserem Videokonferenzraum: https://conference01.vioffice.de/JefTrierSpieleabendUmAcht

(Zutritt entweder am PC mit dem Webbrowser oder mit der jeweiligen Android oder iOS App. Eine Anmeldung/Registrierung ist nicht nötig)

Wir beginnen voraussichtlich mit einer kurzen Vorstellungsrunde und gehen dann direkt zum Spiel über (Den Link hierfür bekommt ihr über den Chat im Konferenzraum)

Offener Brief der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) der Großregion

Der Text ist außerdem in Englisch und Französisch verfügbar: hier herunterladen.
The text is also available in english and french: download here.
Le texte est également disponible en anglais et en français : téléchargez ici.

#SchengenInCrisis

In diesen Tagen vor 25 Jahren trat das Schengener Abkommen in Kraft. Damit gipfelte die mutige Idee von Austausch und europäischer Zusammenarbeit, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und Jahrhunderte langer Feindschaft begann, in einem für alle spürbaren Zusammenschluss einer europäischen Gesellschaft. Schengen ist nicht nur ein Grenzort in Luxemburg, sondern das Herz unserer Großregion, die Seele der Europäischen Union. Dafür setzen wir uns als überzeugte Europäer*innen seit mehr als 70 Jahren auf dem ganzen Kontinent ein.

Die Großregion zählt knapp 12 Millionen Einwohner*innen in Belgien, Deutschland, Frankreich und Luxemburg. 12 Millionen Europäer*innen, die tagtäglich, ob bewusst oder unbewusst, die europäische Idee leben. Davon pendeln jeden Tag rund 240.000 Menschen von einem Teilgebiet der Großregion zu ihrem Arbeitsplatz in einen anderen Teil. In keiner anderen Region der Europäischen Union überschreiten mehr Berufspendler*innen jeden Tag eine nationale Grenze. Diese Grenzen waren in unserer Großregion und innerhalb der Europäischen Union schon lange keine gelebte Realität mehr. Weltweit war diese Art des gemeinsamen Lebens einzigartig.

Dennoch mussten wir uns schon in der Vergangenheit aktiv gegen nationalistischen Populismus und für den Erhalt unserer offenen Grenzen, beispielsweise in der #DontTouchMySchengen-Kampagne, einsetzen. Dabei haben wir oftmals die proeuropäischen Kräfte aus allen Parteien auf unserer Seite gewusst.

Die aktuelle Corona-Krise hat diese Situation jedoch deutlich geändert. Längst vergessene Zeiten innereuropäischer Grenzen, sogar innerhalb der Großregion, sind wieder präsent. Europäische Kooperation und Solidarität finden nur sehr zögerlich statt. Nationale Alleingänge statt europäischer Zusammenarbeit sind wieder an der Tagesordnung. Wir begrüßen die inzwischen angelaufenen Maßnahmen der Bundesregierung und verschiedener Landesregierungen, lebensnotwendige Materialien zu liefern, gestrandete EU-Bürger*innen auf Rückholflügen mitzunehmen und schwerkranke Patient*innen aus Italien und Frankreich aufzunehmen. Jedoch sind diese Hilfsmaßnahmen nicht ausreichend und verspätet. Die Krise wurde nicht nur zunächst als nationales Problem wahrgenommen, sondern innerstaatliche Interessen wurden aktiv vor das europäische Gemeinwohl gestellt, ehe erste Ansätze von Solidarität erkennbar waren.

Wir, die Jungen Europäischen Föderalisten der Großregion, fordern deshalb ein grenzüberschreitendes Krisenmanagement in Europa, insbesondere in der Großregion. Ebenso wenig, wie ein Virus, nationale Grenzen berücksichtigt, sollten unsere Aktivitäten an diesen Grenzen enden. Dazu fordern wir, ähnlich wie zwischen den Niederlanden, Belgien und Nordrhein-Westfalen, eine „Task Force Corona der Großregion“, die den Informationsaustausch verbessert und solidarische Hilfe koordiniert, um die gemeinsamen Kapazitäten grenzüberschreitend zu nutzen. Nach diesem Modell sollen in allen innereuropäischen Grenzregionen ähnliche Maßnahmen getroffen werden.

Darüber hinaus fordern wir, die Vereinbarungen des Schengener Abkommens umgehend, sobald die medizinische Lage es zulässt, wieder in Kraft zu setzen, nicht nur in der Großregion, sondern im gesamten Schengenraum. Die aktuelle Aussetzung des Schengener Abkommens muss als absolute Ausnahme angesehen werden und darf sich nicht wiederholen.

Um auf solche Situationen künftig besser reagieren zu können, fordern wir auch nach dem Ende der Krise, die Schaffung und Aufrechterhaltung europäischer Strukturen, die transnational in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union agieren können. Die Europäische Union ist besonders dann gefragt, wenn nationale Alleingänge keine effektive Lösung bieten, nicht nur um die Folgen der Pandemie zu bewältigen, sondern auch bei globalen Problemstellungen, wie dem Klimaschutz. Ebenso sollte die Verbesserung der Situation von Geflüchteten als gesamteuropäische Pflicht wahrgenommen werden. Nationale Überforderung kann durch frühzeitige, europäische Zusammenarbeit verhindert oder zumindest gemildert werden.

Wir wissen um die Schwierigkeit der aktuellen Situation, aber wir wissen auch, dass die Europäische Union massiven Legitimitätsproblemen ausgesetzt sein wird, wenn in dieser Krise gegenseitige Unterstützung und Solidarität nicht sichtbar werden. Aus diesem Grund fordern wir neben Direktmaßnahmen auch langfristige Reformen für eine weitere europäische Integration, nicht trotz, sondern wegen der aktuellen Krisensituation.

Stellungnahme zum Brexit

Albana Tërstena, Vorsitzende der Jungen Europäischen Föderalisten Kreisverband Trier, erklärt zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union:

Wir bedauern den Brexit, denn unser Ziel ist ein föderaler europäischer Bundesstaat, der alle Europäerinnen und Europäer in Frieden und Freiheit vereint.
Der Brexit ist und bleibt ein historischer Rückschritt. Er wurde begünstigt durch Unwissen und Unwahrheiten, europaskeptischen und fremdenfeindlichen Populismus, der auch unser Land bedroht.

Wir in Trier setzen uns für ein freiheitliches, demokratisches, vielfältiges Europa ein. Wir werden die Verbindung zu den Menschen im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland halten und wo immer möglich ausbauen.

Europa ist auch und gerade auf der Basis von Städtepartnerschaften, des grenzübergreifenden Miteinanders von bürgerschaftlichen Vereinen, Sportbegegnungen und Jugendaustausch gewachsen. Daran wollen wir festhalten und bestehende Freundschaften zu Britinnen und Briten pflegen und neue anstreben.

Das gemeinsame Haus Europa zu errichten, ist ein Generationenauftrag, der weder mit den Römischen Verträgen noch mit Maastricht oder Lissabon abgeschlossen war. Das Brexit-Referendum von 2016 und der am 31. Januar erfolgende Austritt Großbritanniens geben keine endgültigen Antworten auf die Frage nach Großbritanniens künftigem Platz in Europa.

Als europäisch engagierte Bürgerinnen und Bürger erwarten wir von der Politik auf allen Ebenen zweierlei. Erstens muss nun alles darangesetzt werden, eine gute Lösung für die künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien zu finden. Wir dürfen nicht vergessen, dass in der EU wie im Vereinten Königreich die Lebensentwürfe von Millionen Bürgerinnen und Bürgern vom Ausgang der nun anstehenden Verhandlungen abhängen. Für diese schwierigen Verhandlungen muss allerdings auch klar sein, dass die EU keine Zugeständnisse machen darf, die sie selbst in Frage stellen würden. Zweitens erwarten wir zeitnah konkrete, mutige Schritte hin zu einem neuen Konvent, der die EU auf der Grundlage ihrer Werte und Ziele zukunftsfest macht. Die Konferenz über die Zukunft Europas kann nur der erste Schritt dazu sein und die angekündigte Bürgerbeteiligung darf kein Feigenblatt sein.

Diese Pressemitteilung kann hier (PDF) heruntergeladen werden.

Strasbourger Gespräche

Wir waren auf Einladung der JEF Strasbourg zu Gast bei den 31. Strasbourger- Freiburgergesprächen. Diese finden jeweils versetzt regelmäßig in diesen beiden Städten statt. Ebenfalls hat die JEF Strasbourg ihr 20 jährigen Bestehen gefeiert.
Thematisch ging es dieses Wochenende vor allem um das Thema „Europa der Regionen“, den Föderalismus, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und der Unterzeichnung einer trinationalen Partnerschaft.

Bereits am ersten Tag trug der Politikwissenschaftler Peter Josika, der das Buch“ Ein Europa der Regionen – Was die Schweiz kann, kann auch Europa“ über die Thematik der „Europa der Regionen“ schrieb, im europäischen Parlament vor. Bereits hier verfestigte sich das Konzept, welches das ganze Wochenende galt: Wir tauschen uns auf deutsch und französisch aus. Wir übersetzen alles und ermöglichen einen multilingualen Austausch.

Bereits zu diesem Auftakt kristallisierte sich die Brisanz eines solchen Vorschlages heraus und es folgten viele kritische Anmerkungen und wohlüberlebte Fragen in der sogenannten „Fishbowl-Diskussionsrunde“ (Jede*r der/die eine Frage hat, tritt nach vorne anstatt nur aufzuzeigen).

Anschließend fuhren wir vom europäischen Parlament nach Kehl zum Abendessen und nutzten bereits die Gelegenheit, uns besser kennenzulernen. In einer gemütlichen, offenen und auch sehr flexiblen Runde tauschten wir uns über unsere politischen Ansichten, aber vor allem über unsere persönlichen Meinungen über diverse Themen aus. So begann ein Gespräch oft mit einem ernsten politischen Thema, welches persönlicher wurde und in einer Reihe von Witzen und Schlagabtauschen endete. Oder auch umgekehrt. Bereits nach einer Stunde ergaben sich somit mehrere dutzend Insider für eine Gruppe von knapp über 100 Personen.

Am nächsten Morgen begannen wir mit deutschem Frühstück, geprägt von Brot, Wurst, Käse und Marmelade, unseren Workshop-Tag. Hier beschäftigten wir uns parallel mit mehreren Themen. Ich nahm an dem Thema: „Europe of regions: more local, more democratic… greener?“ und „Europäischer Föderalismus nach Schweizer Modell?“ teil.
Hieraus konnten alle ein tieferes Verständnis für diese Themen gewinnen und durch lokale Experten konnten kritische Fragen direkt geklärt werden als auch ein Austausch gestaltet werden.

Nach einem stärkenden Mittagessen versammelten wir uns alle im Plenarsaal, um der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der JEF Baden-Wüttemberg, der Young European Swiss (YES) und den Jeunes Européens – Strasbourg (JES) beizuwohnen.
Dieser Partnerschaftsvertrag bekundet die Freundschaft, Zusammenarbeit und gemeinsame Koordinierung als gleichwertige Partner mit gleichzeitiger Schaffung eines regelmäßigen Austauschtreffens, welches immer abwechselnd in die verschiedenen Ländern/Regionen stattfindet.

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Hiernach wurde eine größere Podiumsdiskussion unter dem Thema „Europa der Regionen: Quo Vadis?“ mit Marie Caillaud (Vorsitzende der Jeunes Européens France), Dr. Sabine Menu (Dozentin (EM Strasbourg) Spezialistin für EU-Politik), Janosch Nieden (Direktor vom EVGZ Eucor – The European Campus), Indrani Das Schmid (Mitbegründerin und Direktorin der GFGZ) und Sylvain Waserman (Vizepräsident der Nationalversammlung und Abgeordnete für den zweiten Wahlkreis von Bas-Rhin (MoDem)) großen Plenarsaal geführt. Hier wurde erneut auf deutsch und französisch um den Themenbereich „Europa der Regionen“ heiß diskutiert. Offene Fragen wie: „wie soll sich eine neue Identität herausbilden, wie soll eine Region definiert werden oder was ist nötig um eine Region auch Macht zur Selbstverwaltung zu geben“ konnten nun vertieft werden.

Da das Thema hochkomplex, relativ neu und sehr innovativ ist, konnte leider am Ende kein klares Konzept herausgearbeitet werden. Dies wird wohl uns als Junge Europäische Föderalisten regional als auch europaweit beschäftigen. Hierüber werden wir zur gegebenen Zeit noch einmal schreiben.

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Anschließend begaben wir uns auf den schön gestalteten und gut organisierten Galaabend. Hier kam sich die ganze Gruppe bei Live-Musik, späterer DJ-Musik, Getränken und unzähligen Snacks als auch Häppchen noch einmal beim Tanz und Gesang näher.

Am letzten Tag, gestartet mit französischen Frühstück, Croissant und andere Teilchen, dazu noch schwarzer Kaffee und angeschlagen durch akuten Schlafmangel (die wenigsten kamen vor 3 Uhr nachts zur Ruhe) erarbeiteten wir anschließend sechs Projekte, die sich die neue Partnerschaft in den nächsten Monaten stellen soll. Hier wurde die transnationale Kommunikationsgestaltung, einem gemeinsamen Sportfest, unter anderem einer Artikelreihe über das Wochenende, und die Themen des Wochenendes erarbeitet.

So hinterlässt das Wochenende zwar tiefe Augenringe, lässt einen selbst aber mit neuen Freunden und spannenden neuen Ideen nach Hause Räreisen. Die Fahrt wird durch die vielen guten Gespräche, Erlebnisse und den neu gefundenen Freundschaften sehr erleichtert. Wir freuen uns bereits auf die nächsten Gespräche und wünschen der neuen Partnerschaft einen guten und flüssigen Start und eine dauerhafte erfolgreiche Umsetzung und Vertiefung der Zusammenarbeit.

Es freut uns, dass wir jungen EuropäerInnen wieder einmal einen Schritt vor allen anderen voran gehen und neues wagen.

Statement zur Türkischen Militäroffensive in Nordsyrien

Bezüglich der kürzlichen gestarteten Militäroffensive der Türkei im Norden Syriens veröffentlichte die JEF Hessen ein Statement per Facebook (Statement außerhalb Facebooks: hier), in dem sie das Vorgehen des türkischen Staates verurteilen.

Wir, die Jungen Europäischen Föderalisten Trier, stimmen der Stellungnahme des Landesverbandes JEF Hessen zu. Wir erachten diese Stellungnahme als wichtig und richtig.

Weiterhin fügen wir hinzu: „Aktuell schaut die EU zu, wie hunderttausende unschuldige Menschen aus ihren Heimatstädten fliehen, vertrieben werden und um ihr Leben fürchten müssen. Die meisten von ihnen wissen noch nicht einmal, wohin sie flüchten können. Ihre Lage ist so dramatisch, dass sie in ehemalige IS-Gebiete fliehen müssen, die noch mit etlichen Landminen versehen sind. Einige EU Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, haben bereits angekündigt weitere Waffenexporte zumindest teilweise zu stoppen und die EU setzt sich verbal für ein sofortiges Ende der militärischen Handlungen ein. Dennoch fehlen entschlossene Maßnahmen (Waffenembargo, Sanktionen) gegen die militärischen Aktivitäten, um einen weiteren Krieg im Nahen Osten zu stoppen. Durch die Entscheidung von Trump, seine Truppen zurückzuziehen und somit auch die Kurden im Stich zu lassen, die bis vor kurzem noch Verbündete im Kampf gegen den IS gewesen sind, war es der Türkei erst überhaupt möglich, mit ihren eigenen Truppen in Nordsyrien, Rojava, einzumarschieren. Die bewusste Destabilisierung der Kurdengebiete der Türkei kündigt eine neue humanitäre Katastrophe an, gar eine neue Flüchtlingswelle.

Zu betonen ist, dass die Türkei ein NATO-Mitglied ist und einen Krieg mit fragwürdigen unklaren Interessen führt. Dieses NATO-Mitglied hat einen weiteren Krieg entfacht, der nie hätte stattfinden sollen und langfristig Europa schaden wird. Die Drohungen aus der Türkei, die Flüchtlinge nach Europa zu schicken, falls die EU es wagt, weiterhin Kritik an der Invasion auszuüben, muss letztendlich für uns Europäer ein Warnsignal sein und sollte nicht zu einer passiven Haltung führen.

Europa, schau nicht weiter zu, sondern sei mutig, und nutze deine politische und wirtschaftliche Stärke, um diesem Verbrechen, welches unseren Werten entgegensteht, entgegen zu treten!

Dazu sollte ein direktes und dauerhaftes Waffenembargo gegen die Türkei erhoben werden, um solch eine Situation in Zukunft zu verhindern und Menschenleben zu schützen. Wir fordern, dass die EU und ihre Mitgliedsstaaten auch aktiv darüber diskutieren, ob jetzt Sanktionen gegen die Türkei notwendig sind, um die Regierung zu einem Überdenken ihres Handelns zu bringen. Die EU wird oft dafür kritisiert, dass sie „nur“ ein Wirtschaftsbündnis sei. Hier könnte sie diese Wirtschaftsmacht nutzen, um einen Krieg zu entschärfen.

Außerdem sollten die Anstrengungen, insbesondere der Kommission, die EU außenpolitisch ohne Unterstützung anderer Nationen, handlungsfähiger zu machen, weiter vorangetrieben werden. Die aktuelle Situation zeigt erneut, dass die EU ihre gemeinsame Stimme in der Welt finden muss, aber auch Wege braucht, um sich Gehör zu verschaffen.“

– Der Vorstand der JEF Trier

Andacht im KZ-Hinzert

Am Samstag, den 21. September 2019, waren wir auf Einladung der Staatskanzlei bei der alljährlichen Gedenkfeier auf der Erinnerungsstätte SS-Sonderlager/KZ-Hinzert. Es waren hunderte Angehörige ehemaliger Opfer anwesend sowie die Ministerpräsidentin Malu Dreyer, der Großherzog von Luxemburg, der Premierminister Luxemburgs als auch Vertreter des luxemburgischen und trierischen Erzbistums.

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Vor 75 Jahren wurden in diesem Sonderlager, im unscheinbaren Hochwald, politische Gegner inhaftiert und ermordet. Da die größte betroffene Gruppe die luxemburgischen Gefangenen darstellt, ist unsere heutige Beziehung mit Luxemburg noch weiterhin von diesen Ereignissen geprägt. Doch stellte der luxemburgische Erzbischof Hollerich während seiner zweisprachigen Messe von Beginn an klar, dass dieser Ort einst ein Ort von Grausamkeit war, heute jedoch ein Ort der Begegnung und der gemeinsamen Erinnerung ist. Es sei ein Mahnmal dafür, die europäischen Werte, den Frieden und die Gerechtigkeit hoch zuhalten und somit unsere Vorfahren zu ehren.

Auch die deutsche Anteilnahme von Amtsinhabern zeigte sich in der bewegten Rede von Malu Dreyer, die zugleich berührt als auch beruhigt sei, dass so viele sich an diesem Tag auch weiterhin für die Begegnung mit der Vergangenheit entschieden haben und aus der Vergangenheit Lehren ziehen möchten. Wir sollten uns bewusst machen, dass die Inhaftierten, trotz der zerstörten Träume, den zerstörten Existenzen und der zerrütteteren Welt, bereits an ein besseres, ein solidarisches und friedlichen Europa glaubten.

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Auch der Luxemburgische Premier sowie die Schüler*innen der IGS Hermeskeil und der Lycée de Graçons Ensch-sur-Alzette hoben den Wert der Zusammenkunft hervor sowie die Bedeutung und Kraft der gemeinsamen Wahrung der eigenen Vergangenheit. Aus Fehlern könne man lernen und das gemeinsame Geschichtsverständnis sei eine tragende Säule.

Zum Schluss betonte der Großherzog, dass wir uns stets darüber bewusst sein sollten, dass aus Feinden Partner und heutzutage sogar Freunde wurden und die gemeinsame Geschichte uns zur Schicksalsgemeinschaft mache. Und wir seitdem und fortan gemeinsam Geschichte schreiben.

Es war uns eine große Ehre, an diesem Tag sich gemeinsam der Vergangenheit zuzuwenden und dieses Jahr besonders um die 23 wochenlang gefolterten Widerstandskämpfer zu trauern. Für unsere Generationen ist Geschichte oft etwas Staubiges aus der Schule, doch sind wir bereits ein Teil einer neuen Geschichte. Wir gehören bereits zu denjenigen, die dank mutiger Menschen, wie den Widerstandskämpfern, die ihr Leben für eine bessere Zukunft ließen, das Fundament Europas von unseren Großeltern und Eltern übergeben bekommen haben und nun das Projekt weiter gestalten werden.

Wir bezeugen allen Angehörigen unser Mitgefühl und möchten zugleich betonen, dass wir für eine europäische Zukunft und eine tiefe Freundschaft zwischen Luxemburg und Deutschland eintreten. Trotz der turbulenten Situation in Europa werden wir den richtigen Weg finden, wenn wir uns an Dietrich Bonhoeffer halten, der sagte:

Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung.

Résumé: Wahlkampf 2019

Zur Wahl des Europaparlaments im Jahr 2019 hatten wir viele Veranstaltungen und Aktionen, um über die EU zu informieren und zum Wählen animieren. Hier bekommst Du einen kurzen Überblick über unseren „Wahlkampf“.

 

Straßenwahlkampf in Trier

JEFer_innen auf dem Trierer Hauptmarkt und an der Universität

Bereits im April haben wir begonnen, regelmäßig in der Trierer Innenstadt mit Passanten über die Wahlen zu sprechen. Dienstags haben wir selbiges auf der Forumsplatte der Universität Trier getan.

 

Plakate am Grenzübergang & in Trier

Vertreter der JEF Trier, Europa-Union Trier, Europa-Union Luxembourg & Lokalpolitiker bei der Einweihung der Plakate (l.) und Plakat an der „Unibrücke“ (r.)

Ende April hingen wir gemeinsam mit der Europa-Union Luxembourg Plakate an der Brücke zwischen Langsur und Wasserbillig auf, die auf die Wahl aufmerksam machen sollten. Gerade an dieser Stelle überschreiten täglich tausende Pendler die Grenze zwischen Deutschland und Luxembourg – für uns ein besonderes Zeichen für die Vorteile einer starken europäischen Gemeinschaft.

Die Medienwirksame Veranstaltung schaffte es zudem sowohl in Luxembourgische als auch Deutsche Zeitungen, sowie in einen Fernsehbeitrag des SWR.

JEFer_innen hängen Plakate in Trier auf

Hinzu kommen Plakate, die wir in der Universität Trier, den Studierendenwohnheimen, sowie einzelnen Stellen in der Innenstadt aufhingen. Ein weiteres Banner zierte die Brücke an der Universitätsbushaltestelle.

 

Weitere universitäre Veranstaltungen

Unser Stand am Tag der Hochschulpolitik (l.) und der „European-Brunch“ (r.)

Zu weiteren Veranstaltungen in und nahe der Universität Trier gehören sowohl unser European Brunch in Kooperation mit dem internationalen Zentrum (iZ) & dem RASt, sowie unser Stand am Tag der Hochschulpolitik. Außerdem sollten unsere beiden Veranstaltungen zum Public Viewing der Debatten der Spitzenkandidaten Weber & Timmermans genannt werden.

 

Weitere Veranstaltungen in Trier

Kundgebung von Pulse of Europe, Präsenz beim Tag des Grundgesetz, Stand beim Weltbürgerfrühstück

Desweiteren nahmen wir an zahlreichen Veranstaltungen von Pulse of Europe teil, sowie dem „Europäischen Netzwerk Trier“, von dem auch wir ein Teil sind. Neben den Kundgebungen auf dem Hauptmarkt in Trier, fand dort am 23. Mai auch der Tag des Grundgesetz mit Demonstrationszug und Bühnenprogramm statt. Als Mitveranstalter_innen und teil des Europäischen Netzwerks, kamen wir dort selbstverständlich auch zu Wort.

Nur zwei Tage später, am 25. Mai, veranstaltete die Lokale Agenda 21 Trier das Weltbürgerfrühstück, bei dem auch wir mit einem Stand vertreten waren.

 

Ausflüge und Social Media

Ausflug ins Europaparlament, Preisverleihung des „Experience Europe“ Wettbewerbs & internationale Interviews

Nicht zuletzt sollte unser Ausflug ins Europaparlament in Straßburg genannt werden, bei dem wir im Rahmen des Tag der offenen Tür die Möglichkeit hatten, gemeinsam mit insgesamt 50 Studierenden der Universität Trier einige Abgeordnete zu treffen und mit ihnen zu diskutieren.

Außerdem haben wir vor kurzem den „Experience Europe“ Fotowettbewerb der Universität der Großregion gewonnen, dessen Ziel es war, die Vorteile eines geeinten Europas für uns junge Menschen herauszustellen.

Begleitet wurden all unsere Projekte von ausführlichen Social Media Aktionen auf unseren Facebook, Instagram & Twitter Kanälen. Hier stellten wir beispielsweise täglich Kurzzitate aus unseren internationalen Interviews vor, welches ein weiteres Projekt in unserem Bestreben, auf die Wahl aufmerksam zu machen, darstellt.

Schlussendlich sind auch unsere monatlichen Stammtische EU um 8 zu nennen, bei denen wir immer auf aktuelle, europapolitische Themen eingehen und bereits seit Anfang des Jahres bei jedem Treffen eine oder mehrere Parteifamilien im EP vorstellten. Hier konnten viele Gäste, aber auch JEFer_innen mehr über das Europäische Parlament und die anstehenden Wahlen erfahren.

 

Danke!

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Einige Mitglieder der JEF Trier

Final möchten wir allen engagierten JEFer_innen, sowie der großen Unterstützug aller Beteiligten danken. Die letzten beiden Monate waren ein voller Erfolg und bereiteten uns allen viel Spaß! Vielen herzlichen Dank für euren #JEFspirit!

EU um 8 – Europawahlen 2019

Wie jeden ersten Montag im Monat treffen sich die JEF und andere Europainteressierte, um aktuelle Herausforderungen, Probleme und Perspektiven der EU und ihrer Mitgliedsstaaten zu besprechen. Dabei versuchen wir vor allem einen allgemeinen Blickwinkel einzunehmen, Gründe für bestimmte Positionen einzelner Staaten zu erkennen und verschiedene Denkweisen sowie politische Strömungen zu ermöglichen.

Am kommenden Montag, 03.06.2019 treffen wir uns um 20:00 im Mergener Hof, Rindertanzstraße 4/5 (Auf Karte anzeigen).

Dieses mal diskutieren wir das Thema

Europawahl 2019: Verluste der Etablierten, Aufschwung der Rechten?

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Lizensiert unter CC-BY-2.0 (C) European Parliament

Die europäische Bevölkerung hat am Sonntag ihr Kreuz gesetzt und für ein neues europäisches Parlament abgestimmt. Was bedeutet der Aufschwung der Grünen für die EU, der Verlust der etablierten Parteien und der Aufschwung der Rechten für Europa und seine Zukunft.

Wie immer ist jede und jeder herzlich eingeladen, egal ob man nur zuhört oder
seine eigene Meinung miteinbringen möchte! Wir freuen uns auf euch!

Gewinner des „Experience Europe“ Wettbewerbs

Vergangene Woche waren Mitglieder der JEF Trier zu Besuch an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken, um der Preisverleihung des „Experience Europe“ Fotowettbewerb der Université de la Grande Région beizuwohnen.

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Siegerbild des Fotowettbewerbs „Experience Europe“

Als Gewinner_innen des 1. Platzes ehrte uns Ministerpräsident des Saarlandes Tobias Hans.

Vorstandsmitglieder Albana & Aljoscha bei der Preisverleihung

Voller Stolz bedanken wir uns bei den Veranstalter_innen, sowie allen, die zu unserem Erfolg beigetragen haben.

Plakate als Wahlaufruf

Gestern haben wir Plakate an der Uni Trier, Wohnheimen des SWT und Umgebung aufgehangen, die Betrachter auf die Wahlen am 26. Mai aufmerksam machen sollen.

Damit schließen wir ein weiteres Projekt im Rahmen unserer Vorbereitungen auf die Europawahlen ab. An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an das JEF-Mitglied Ida, die für uns dieses tolle Design erstellt hat.

🇪🇺 Nur noch wenige Tage bis zur Wahl: Geht wählen; Wählt Europa! 🇪🇺