Junge Europäische Föderalisten Rheinland-Pfalz Jung. Europäisch. Föderalistisch.

Über uns

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Was wir tun

Die Jungen Europäischen Föderalisten (kurz: JEF), sind eine Bewegung, die europaweit in föderal gegliederten Ebenen unter dem Namen „Jeunes Européens Fédéralistes“ oder auch „Young European Federalists“ aktiv ist und aktuell von mehr als 30.000 Mitgliedern in über 30 Ländern unterstützt wird.

Als überparteiliche Jugendbewegung setzen wir uns seit 1949 für ein vereintes, föderales und demokratisches Europa ein. Die Motivation für unsere Arbeit ziehen wir aus der Zuversicht, dass die Festigung und Entfaltung des europäischen Friedensprojekts unsere Zukunft sichert.

Als Verein der politischen Bildung organisieren wir lokale Veranstaltungen, Gesprächsrunden, Podiumsdiskussionen und Bildungsfahrten (insbesondere nach Brüssel, Straßbourg und Luxembourg). Außerdem vernetzen sich unsere Mitglieder mit anderen JEFer*innen in ganz Deutschland und Europa.

Als jugend- und europapolitische Interessenvertretung tragen wir die Diskussion über Europa, unsere Vision von Europa und unsere Zuversicht in gemeinsame europäische Problemlösungen hinein in die Politik und politiknahe Verbände.

Im Fokus unserer Arbeit stehen dabei die Institutionen der Europäischen Union. Dem Geist der europäischen Idee entspricht es, immer über die Grenzen des Eigenen hinaus zu denken und zu agieren. Statt uns auf die momentane Gestalt der EU zu beschränken, wollen wir uns frei von politischen Grenzen mit allen Kulturen und Völkern Europas beschäftigen.

Wer wir sind – Unser Vorstand

Marc Riegel
Vorsitzender

(Mainz-Wiesbaden)
riegeljef-rlp.de

In ein geteiltes Deutschland und ein geteiltes Europa geboren, war mir bereits früh der Vorteil einer Einheit bewusst geworden. Dass der europäische Frieden dabei über einen so langen Zeitraum wie selten zuvor in der Geschichte von einem Projekt getragen wird, das ehemalige Feinde zu neuen Freuden vereint, ist mehr als interessant: Es ist ermutigend und Ansporn, einen Teil dazu beizutragen.

Diese Möglichkeit habe ich für mich bei den Jungen Europäischen Föderalisten gefunden. Die Weiterentwicklung der europäischen Institutionen voranzutreiben und der menschlichen Seite dabei eine Stimme zu verleihen, ist das Ziel. Europa ist mehr als nur die wichtige wirtschaftliche Zusammenarbeit, Europa ist das menschliche Zusammenwachsen. Das (An-)Erkennen von Unterschieden als Motor einer gemeinsamen Zukunft ist ein Traum und immer häufiger Realität. Für das Weiterlaufen dieses europäischen Motors setze ich mich ein.

„Europa ist wie ein Fahrrad. Hält man es an, fällt es um.“ (Jaques Delors)


Tobias Justinger
Vorsitzender
(Trier)
justingerjef-rlp.de

Lange Zeit fiel es mir schwer, trotz meines großen Interesses, mich politisch zu engagieren, doch mit der JEF habe ich meine politische Heimat gefunden. Hier arbeiten wir parteiübergreifend für die Pflege, Vertiefung und die Verwirklichung des europäischen Traumes.

Für mich ist die europäische Union nicht perfekt, bietet uns allen jedoch die Möglichkeit moderne Antworten auf moderne und zukünftige Fragen zu finden.

Da wir alle Teil dieses einzigartigen Projektes sind, bin ich froh, mit der JEF eine offene und einladende Gruppe gefunden zu haben, um im Alltag den Traum eines vereinten Europas zu bewahren.


Jonas Feld
Schatzmeister
(Trier)
feldjef-rlp.de

Platzhalter


Calvin Muthig
Beisitz
(Kaiserslautern)
muthigjef-rlp.de

Platzhalter


Albana Tërstena
Beisitz
(Trier)
terstenajef-rlp.de

Ich habe mich bewusst für die JEF entschieden, um mich für Europa zu engagieren. Die Jungen Europäischen Föderalisten bieten dafür die perfekte Möglichkeit an. Ich bin bereits seit drei Jahren Mitglied und zudem als Vorsitzende gewählt. Die JEF hat mich um einiges bereichert, ich hatte die Möglichkeit, an verschiedenen Seminaren, mitunter auf internationaler Ebene, teilzunehmen, verschiedene Menschen aus verschiedenen Kulturen und Ländern kennenzulernen, Abgeordnete des EU-Parlaments zu treffen, Institutionen der EU zu besichtigen u.v.m.

Unter anderem bewegte mich zum Beitritt auch meine Heimat, Kosova. Ich möchte mich auch dort für die junge Generation einsetzen, die davon träumt, Teil der Europäischen Union zu werden, um ihre Zukunftsperspektive realisieren zu können. Am schönsten an der JEF jedoch ist es, als Gruppe selbst Sachen in die Hand zu nehmen und Projekte oder Veranstaltungen zu organisieren, die dem demokratischen und föderalen Europa dienen. Für die Vielfalt Europas zu sorgen, für den Zusammenhalt Europas zu kämpfen und für den Frieden Europas auf die Straße gehen. Das macht Europa aus und somit auch die JEF.


Jan Weymeirsch
Beisitz
(Trier)
weymeirschjef-rlp.de

Den Jungen Europäischen Föderalisten bin ich beigetreten, da ich mich für den „Europäischen Gedanken“ einsetzen möchte. Ich halte es für unabdingbar, in einer globalisierten Welt gemeinsam für gerechten Umgang einzustehen.

Dies umfasst selbstverständlich auch den digitalen Raum, sollte sich aber in keinem Fall alleine darauf beschränken. Doch gerade hier werden Fragen zu Gleichbehandlung und der Schutz von Minderheiten am seltensten wahrgenommen.

Ich möchte mich dafür engagieren, dass sich der europäische Diskurs um Menschlichkeit, Fairness und Respekt dreht und wir gemeinsam Akzente dieser Art in der Welt setzen können. Die JEF bietet das perfekte Netzwerk, um überparteilich mit Mitgliedern verschiedenster Hintergründe und Meinungen zu diskutieren und voneinander zu lernen. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben mich persönlich bereichert und konnten meine politische Meinungsbildung immer wieder aufs Neue inspirieren.


Stefan Preiß
Beisitz
(Mainz-Wiesbaden)
preissjef-rlp.de

Zur JEF bin ich gekommen, während ich bei unseren europäischen Nachbarn gelebt habe, und zwar in Straßburg, der Hauptstadt Europas. Nach den niederschmetternden Ereignissen der Jahre 2015 und 2016 war es für mich klar, dass ich mich nicht nur abstrakt mit Politik beschäftigen, sondern mich auch engagieren möchte, um Dinge entsprechend meinen Überzeugungen gestalten zu können. Die europäische Idee lag mir schon immer am Herzen und an einem Ort zu leben, der so mit ihr verbunden ist, hat mich darin noch bestärkt. Ein Jahr später war bei meinem Umzug nach Mainz für mich klar, dass die lokale JEF meine erste Anlaufstelle sein würde.

Mein Ziel bei der JEF ist es, dass es in Europa mehr Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gibt – und ich bin überzeugt davon, dass eine reformierte Europäische Union der beste Weg dafür ist. Dafür brauchen wir eine echte europäische Zivilgesellschaft: Jede*r muss erleben können, dass Europa nicht nur abstrakte Vorgaben aus „Brüssel“ sind, sondern etwas, das im täglichen Leben eine Rolle spielt und Vorteile bringt.

Der erste Schritt ist es dafür, junge Menschen über einstige Grenzen hinweg ins Gespräch und zu gemeinsamen Aktivitäten zu bringen. Fortschritte für Europa werden nicht in den Hauptstädten erzielt, sondern in den Grenzregionen. Rheinland-Pfalz grenzt an drei Nachbarländer und liegt im Herzen Europas: Gerade hier können wir durch grenzüberschreitende Aktivitäten vieles erreichen.


Melih Esmer
Beisitz
(Mainz-Wiesbaden)
esmerjef-rlp.de

Ich bin der JEF zwar erst 2017 beigetreten, in Kontakt gekommen war ich mit den Jungen Europäischen Föderalisten aber schon im Rahmen eines Seminars, an dem wir mit unserer Schulklasse teilnahmen.

Als mich mein Studium dann in die Rhein-Main-Region zog, lag es angesichts meiner vorangegangenen positiven Erfahrungen nahe, mich im Ortsverein Mainz-Wiesbaden sowie im Landesverband Rheinland-Pfalz einzubringen.

Das Hauptanliegen meines Engagements ist, dass der notwendige Prozess der Europäischen Einigung so demokratisch wie möglich erfolgt. In diesem Sinne setzt sich auch die JEF ein, etwa für transnationale Listen. Zudem finde ich es wichtig, dass zunehmend auch eine europäische politische Öffentlichkeit entsteht. Auch zu diesem Zweck trägt die JEF über Plattformen wir Treffpunkt sowie die europaweite Vernetzung der Verbände bei.


Entstehungsgeschichte

Unsere Bewegung wurde Anfang September 1949 von jungen Europäer*innen voller Tatendrang auf der Wachenburg in Weinheim als „Bund Europäischer Jugend“ gegründet. Mit dem Leitbild des Föderalismus trugen sie zu der Vielzahl politischer Bewegungen bei, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf ein gemeinschaftliches Europa drangen. Grundlegend für den Gedanken des „Europäischen Föderalismus“ war u.a. das Manifest von Ventotene, das 1941 in Kriegsgefangenschaft von den italienischen Widerstandskämpfern Altiero Spinelli, Ernesto Rossi und Eugenio Colorni verfasst worden war.

PUNKTNach dem am 9. Mai 1950 der Schuman-Plan zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) verkündet worden war, nutzte der Bund Europäischer Jugend den Sommer 1950 um zusammen mit anderen Mitstreiter*innen der Europäischen Bewegung (international: Mouvement Européen) einen europäischen Bundespakt, also einen international zu schließenden Vertrag zu fordern. In vielen Grenzorten wurden Schlagbäume von Jugendlichen zersägt und Schilder aufgestellt: „Sie bleiben in Europa.“

Das Ziel gab 1957 den neuen Namen vor: Junge Europäische Föderalisten (kurz: JEF). Mit dem Wandel der Europäischen Gemeinschaft wandelten sich auch die Inhalte und politischen Forderungen unserer Jugendorganisation. Friedenserhaltung, Stärkung der Demokratie, Partizipation und der Wegfall sowohl der physischen als auch der politischen Grenzen bilden weiterhin die Grundpfeiler unseres politischen Programms und scheinen heute so aktuell wie zu längst vergangenen Zeiten.